Heimat- und Geschichtsverein Sydekum zu Münden e. V

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   21. April:  Exkursion Großalmerode:

„Industriekultur und Sozialgeschichte“

Datum:  21.04.2018

Ort: Glas– und Keramik-Museum, Großalmerode

Zeit: 13:30 bis ca. 17:30 Uhr

Lassen Sie sich mitnehmen in die Industriekultur und die Sozialgeschichte der Stadt Großalmerode und verschaffen Sie sich einen kleinen Eindruck,  der Ihr Interesse wecken wird.

Am kommenden Samstag führen die drei Geschichtsvereine Mündens eine Exkursion in das Glas- und Keramikmuseum Großalmerode unter der Leitung von Stadtarchivar Stefan Schäfer durch.

Großalmerode verdankt seine wirtschaftliche Vergangenheit und auch die Zukunft vor allem den abbauwürdigen Bodenschätzen, allen voran dem Ton. Während die Braunkohlevorkommen mit der Schließung der Zeche „Marie“ am 03.10.2003 aus dem Hirschberg nicht mehr abgebaut werden, spielt der Abbau von Ton im Untertagebau weiterhin noch eine bedeutende Rolle. Prägte einst auch die Herstellung von Gebrauchskeramik, Ziegeln oder Meerschaumpfeifen das örtliche Gewerbe, so ist es heute die Herstellung hitzebeständiger Schmelztiegel und feuerfester Spezialprodukte, wie etwa der Schamottesteine.
1386 erstmalig als „Almerodde“ erwähnt, verlieh Landgraf Friedrich II dem Ort 1775 Stadtrechte.

Großalmerode - die Stadt des guten Tons

Seine Bekanntheit bis Übersee verdankt Großalmerode nicht dem guten Benehmen, sondern den ausgedehnten Tonvorkommen am Hirschberg. Durch seine besonderen Eigenschaften hat der Großalmeroder Glashafenton Weltruf erlangt.

Mit der Industrialisierung und dem Ausbau der Montan- und Hütten-Industrie starb das traditionelle Töpferhandwerk zusehends aus; umso bedeutender wurde die Fertigung der Spezialprodukte, die heute noch als „Nischenindustrie“ aufrecht erhalten wird. Eines dieser Nischenprodukte ist die Herstellung von Schneiderkreide. Im Mittelalter und der frühen Neuzeit waren es vor allem die Schmelztiegel, die Glashäfen der Glasmacher, die reichen Absatz fanden. Da neben der Braunkohle auch beachtliche Quarzsandvorkommen in Großalmerode vorgefunden wurden, gab es zahlreiche Waldglashütten. Der naturgegeben günstigste Absatzweg dieser Produkte waren die Werra und Weser, ob als Oblast auf Flößen oder in Schiffen. 
1985 wurde das Museum dank außerordentlichen lokalen

Engagements eröffnet und unlängst einer umfassenden inhaltlichen Überarbeitung durch den Hessischen Museumsverband unterzogen, bei der auf besondere Anschaulichkeit sowohl handwerklicher, bergmännischer und industrieller Traditionen wert gelegt wurde.

Begegnung mit dem Werk von Heinrich Pforr

1880 im Dorf Laudenbach geboren, das heute zu Großalmerode zählt und 1970 in Münden verstorben, lebte und arbeitete Pforr vor seinem Tode 46 Jahre  in seinem Atelier (heute Vogelsang 51). Als akademisch ausgebildeter Maler wand er sich vor allem Motiven seiner nordhessischen Heimat aber auch der Portrait- und Genremalerei zu. Das gesamte Dachgeschoss des Hauses vereinigt eine breit aufgestellte Sammlung des künstlerischen Schaffens und lädt zur besonderen Betrachtung ein.

Markanter Typ mit Zigarre. So sah sich Heinrich Pforr 1927 selbst. Er verstand sich nicht nur in der Technik der Ölmalerei, sondern auch in der Kohlezeichnung, der er mit Aquarellfarben Leben einzuhauchen vermochte.

Treffpunkte:

13:30 Uhr an der Geschäftsstelle des Heimat- und Geschichtsvereins, Böttcherstraße, Hann. Münden zur Bildung von Fahrgemeinschaften im Privat-PKW. 

Beginn der Führungen in Großalmerode, 14:30 Uhr.

Zur Finanzierung der Eintrittsgelder und der Führungskosten wird um eine Umlage von 5,00 € je Person gebeten. Rückkehr in Münden gegen 17:30 Uhr.