Heimat- und Geschichtsverein Sydekum zu Münden e. V

Sydekum - der Name verpflichtet

Heimat- und Geschichtsverein Sydekum zu Münden e. V

   Vortrag: Und schon morgen ist es Geschichte!

Die Bedeutung des Archivwesens für unser Geschichtsbild

Datum: 20. februar 2019

Ort: Lepantosaal, Welfenschloss, Hann. Münden

Zeit: 19 Uhr; anschl. 20:15 Mitgliederversammlung

So erreichen Sie uns:

Bitte vormerken: Die dritte Veranstaltung im Jahr 2019:

Donnerstag, 21. März 2019

Vortrag, 19:30—22:00 Uhr

Ort: Lepantosaal, Welfenschloss

Thema:  „... like a sunshine in the darkness“ - 

               Karl Laabs (1896—1979), ein Judenretter

Referent: Dr. Reinhold Lütgemeier-Davin

Der Vorstand bittet herzlich um rege Teilnahme.

Bitte beachten Sie auch unsere weiteren Termine.

Heimat– und Geschichtsverein

Sydekum zu Münden e. V.

Geschäftsstelle

Böttcherstr. 3

34346 Hann. Münden

Telefon: 05541 - 956990 (nur 2. und 4. Mittwoch von 10 bis 12 Uhr)

E-Mail: geschichtsverein.sydekum@t-online.de

Sydekum

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Der Heimat- und Geschichtsverein Sydekum lädt am Mittwoch, den 20.02.2019 zu einem Vortrag des Stadtarchivars Stefan Schäfer um 19:00 Uhr in den Lepanto-Saal ein. Die Veranstaltung ist kostenlos und findet vor der Mitgliederversammlung des Vereins statt, die um 20:15 Uhr beginnen soll.

Um das Jahr 1400 fand die Papierherstellung, über Asien, den Orient nach Italien kommend, ihren Durchbruch in ganz Europa. Schreiben und Lesen wurden nun mehr und mehr Maßstab menschlichen Handelns. Kaum einhundert Jahre später verbreitete sich die Druckkunst. Dieses waren Quantensprünge in der europäischen Zivilisationsentwicklung. Auch in Münden entstanden ab 1400 wichtige Schriftgutsammlungen, die im Rathaus sicher verwahrt wurden.  Das Ratsarchiv hatte für die Stadt eine außerordentliche Bedeutung, sicherte es doch die Rechte der Stadt gegenüber Dritten. Über die Jahrhunderte hinweg entstand eine unübersehbare Fülle schriftlichen Materials, das immer wieder neu bewertet wurde. Oft war es Futter für die  Papiermühlen, denn man brauchte Platz in den Amtsstuben.

Einem menschlichen Gedächtnis nicht unähnlich, kann man nicht alles aufheben, sondern muss auch vergessen können. Was ist wichtig und was kann weg? Diese Frage stellt sich den  Archivaren für die Überlieferungsbildung. Soweit die Theorie. Die Praxis zeigt jedoch, dass häufig schon Andere Fakten geschaffen haben, bevor der Archivar sich der Sache annimmt. Da wird auf Dachböden und Kellern umgelagert oder gleich weggeschmissen. So entsteht ungeklärtes, unauffindbares, vergessenes. Das Stichwort heißt dann: „Keine Akten – keine Fakten!“. Die Befolgung des Niedersächsischen Archivgesetzes sollte im vierten Jahrzehnt seit seiner Einführung, die Praxis in ein geordnetes Verfahren überführen, doch unter dem Argument der Kassenlage und in Konkurrenz zu anderen gesellschaftlich relevanten Themen, hat die Archivarbeit häufig das Nachsehen.

Ähnlich der technischen Revolution vor über einem halben Jahrtausend, erleben wir im Zeitalter der Digitalisierung, den Wandel von papiergebundenen Aufzeichnungen in die vielzitierte „künstliche Intelligenz“. Ob diese einen Gedächtnisschwund erleidet? Diese Frage stellt sich in gleicher Weise, wie bei dem Papier, ist allerdings nun von weiteren technischen Fragen abhängig.

Stadtarchive heißen gerne „Gedächtnisorte der Geschichte“. Folglich geht es dort nicht nur um die Sammlung städtischer Akten. Unterlagen privater Natur, neben dem unverzichtbaren Pressearchiv, machen Lokalgeschichte nachvollziehbar.

Die Vorstellung einiger „Fundstücke“ des Jahres 2018 soll den Abschluss eines kurzweiligen Vortrags bieten.

Wilhelm Lotze, 1800 – 1979 war der Nestor der Mündener Heimatgeschichtsforschung, Lesen und Bewerten der historischen Geschichtsquellen reiften zum großen Werk über die Geschichte Mündens, die in Buchform in seinem Todesjahr 1879 erstmals erschien.

 

 

Bild: Stadtarchiv, Repro Schäfer