Einladung „Gustav Eberlein – Eine Rettung aus der Vergessenheit“
Veröffentlicht von Stefan Schäfer in Veranstaltungen · Montag 03 Aug 2026 · 3 Minuten
Tags: Einladung, Gustav, Eberlein, Rettung, Vergessenheit, Kunst, Ausstellung, Kultur, Erinnerung
Tags: Einladung, Gustav, Eberlein, Rettung, Vergessenheit, Kunst, Ausstellung, Kultur, Erinnerung
„Gustav Eberlein – Eine Rettung aus der Vergessenheit“
Donnerstag, 06.08.2026 · 19 Uhr
Städtisches Museum Hann. Münden
Eintritt frei · Spenden willkommen
Einführung
Der Geschichtsverein Sydekum ist als Mitglied der Gustav-Eberlein-Forschung e.V. Teil jener Gemeinschaft, die sich der Bewahrung eines fast verlorenen kulturellen Erbes verschrieben hat. Die Geschichte der Eberlein‑Sammlung ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie Kunst in Vergessenheit geraten kann – und wie engagierte Bürger sie wieder ans Licht holen.
Historischer Hintergrund
Im Frühjahr 1960 standen im Welfenschloss Sanierungsarbeiten an. Die Gipsplastiken Gustav Heinrich Eberleins, einst einer der führenden Bildhauer Deutschlands, mussten erneut weichen. Dieses Mal jedoch endgültig:
„Dieses Mal scheinbar für immer.“ „Als Füllschicht unter einem neu aufzunagelnden Dielenboden verschwinden sie zerschlagen aus den Blicken.“
Die Kunst der Kaiserzeit war aus dem öffentlichen Bewusstsein verschwunden – und mit ihr Eberleins Werk.
Wiederentdeckung 1982
Zwei Jahrzehnte später erschien eine Artikelserie in der Mündener Allgemeinen, die Eberlein und seine Bedeutung neu beleuchtete. Doch die Frage blieb: Wo war die über 300 Werke umfassende Sammlung geblieben, die Eberlein selbst für das Museum aufgebaut hatte?
1982 wurde die Wahrheit sichtbar. In einer „Nacht‑ und Nebelaktion“ wurden unter den Dielen des Schlosses die zerschlagenen Gipsbrocken entdeckt.
Günther Kaerger und Rolf Grimm wurden zu den Gründungsvätern des Vereins Gustav‑Eberlein‑Forschung. Mit großem Engagement gelang es ihnen und weiteren Unterstützern, die Fragmente zu bergen, zuzuordnen und teilweise zu restaurieren. So entstanden die Grundlagen für spätere Ausstellungen – und für die Rettung eines fast verlorenen Werkes.
Referenten
Bei der Abendveranstaltung berichten zwei Zeitzeugen und Fachleute:
- Ute Sellmer, Kunsthistorikerin, die die Wiederauffindung und Restaurierung der Fragmente begleitet hat
- Stefan Schäfer, Museumsleiter, der die Geschichte der Sammlung und ihre heutige Bedeutung einordnet
Sie geben Einblicke in eine Zeit, in der aus einem „bewussten Vergessen“ eine neue Wertschätzung entstand.
Ausstellungseinblicke
Nur ein Teil der einstigen Sammlung konnte geborgen werden. Besonders bemerkenswert ist die Plastik „Herkules“, die 1931 als Antikenergänzung beschrieben wurde – möglicherweise sind die heute erhaltenen Fragmente ihre letzten Spuren.
Zu sehen ist außerdem Eberleins Gipsentwurf von 1894, den er selbst charakterisierte mit den Worten:
„Er will nicht beten.“
Eine Bildmontage von Stefan Schäfer macht die Fragmente visuell erfahrbar und ergänzt die Ausstellung.
Einladung
Das Städtische Museum Hann. Münden, die Gustav-Eberlein-Forschung e.V. sowie der Geschichtsverein Sydekum laden herzlich zu diesem besonderen Abend ein. Die Veranstaltung findet inmitten der Ausstellung statt und verbindet einen fachlich fundierten Vortrag mit einem offenen Publikumsgespräch.
Donnerstag, 06.08.2026 · 19 Uhr Städtisches Museum Hann. Münden
Eintritt frei · Spenden willkommen
Hinweise
- Die Veranstaltung richtet sich an alle kultur‑ und geschichtsinteressierten Bürgerinnen und Bürger.
- Dauer der Veranstaltung: ca. 90 Minuten.
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