Im Jahr 1679 entbrannte in Münden ein erbitterter Streit zwischen Stadt und Amt: Wer durfte die Tore schließen, die Brücke bewachen und die Schlagbäume kontrollieren? Ein neu erschlossenes Archivdokument zeigt, wie tief dieser Konflikt in die politische Kultur der Frühen Neuzeit hineinreicht — und wie selbstbewusst die Stadt Münden ihre Rechte verteidigte.
Im Sommer 1757 erreichte der Siebenjährige Krieg Münden. Eine Garnison aus Invaliden, versprengten Kompanien und städtischem Ausschuss stand einem erfahrenen französischen Korps gegenüber. Die Kapitulation vom 23. August, im Niedersächsischen Landesarchiv überliefert, verdeutlicht die Dynamik frühneuzeitlicher Kriegsführung. Der Blog rekonstruiert die Ereignisse, die Offiziere und die Stärke der Verteidiger und ordnet Mündens Übergabe in die dramatische Kriegslage von 1757 ein.